Die Verlegerin

Ein Steven Spielberg-Film über die Verlegerin der Washington Post. Es geht darum, dass sie in einer wirtschaftlich kritischen Phase für das Blatt die Entscheidung trifft, allen Bedenken zum Trotz, die Pentagon Papers des Außenministers McNamara zu veröffentlichen. – Es gibt dazu die kleine, aber nicht unwichtige Seitengeschichte, wie Verleger und demokratische Präsidenten miteinander befreundet sind, was die Frage der journalistischen Unabhängigkeit auf einer anderen Ebene aufwirft. – Die Geschichte geht für Kay Graham und die Washington Post gut aus. Aber vor allem deswegen, weil der Supreme Court seine Unabhängigkeit gegenüber dem Präsidenten dokumentiert und der Presse ihre wesentliche Rolle bei der Kontrolle der Regierung und der Information der Öffentlichkeit ausdrücklich bescheinigt und verteidigt. Der Spruch des Supreme Court zugunsten der freien Presse war ein beeindruckendes Zeugnis des Funktionierens von Check and Balances zugunsten einer kritischen Öffentlichkeit.

Mir ging die ganze Zeit durch den Kopf: würde ein Supreme Court  mit von Donald Trump berufenen Richtern zu einem ähnlichen Schluss kommen?

Daran wurde und wird deutlich, wie sehr sich Zeiten geändert haben.

 

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„He told graduates at the Coast Guard Academy on Wednesday that “no politician in history has been treated worse or more unfairly” by the media.“*

Hybris and whiner.

Was eine grauenvolle Mischung.

*https://www.nytimes.com/2017/05/17/business/media/trumps-urging-that-comey-jail-reporters-denounced-as-an-act-of-intimidation.html?hp&action=click&pgtype=Homepage&clickSource=story-heading&module=b-lede-package-region&region=top-news&WT.nav=top-news&_r=0

Bei Donald J….

bin ich mir sicher, dass er nie meint, was er sagt.

Oder dass das, was er sagt, nicht den Kern trifft. Sondern dass es immer eher darum geht, etwas Anderes nicht zu sagen oder zu vertuschen.

Also, wenn er sagt, dass er das Recht habe, etwas getan zu haben – z.B. Geheimdienstinformationen den Russen brühwarm mitzuteilen – , dann fragt man sich: was hat er wohl getan, wozu er kein Recht hatte?

Kommunikation mit der Absicht, falsche Fährten zu legen.

Ach, Gott, Donald, für wie dumm hältst Du die Welt?