Wirklich erstaunlich

Vergangene Woche war ich montags an meiner Dienststelle, zu einem Vortrag (als Zuhörer). Anschließend nutzte ich den Kopierer, weil ich mich so nebenbei mit einem „wissenschaftlichen“ Thema befasse und etwas zum Wissenstransfer innerhalb der Kollegenschaft beitragen möchte.

Anschließend ging ich Einkaufen, vermißte dabei allerdings den Einkaufszettel. So viel enthielt er nicht, aber ich war mir relativ sicher, dass ich etwas vergessen haben würde.

Am Donnerstag mußte ich dann noch mal an selbigen Kopierer. Und was soll ich sagen: da lag der Einkaufszettel. Er schien selbst dem Reinigungsdienst so substantiell, dass   der sich nicht traute, ihn einfach wegzuwerfen.

Schöne neue Bibliothekswelt (I)

Also, nach mehr als ??? Jahren Abstinenz war ich mal wieder in der Situation, auf die Dienste der Württembergischen Landesbibliothek zurückgreifen zu wollen.

Eine Literaturrecherche bei der nicht mehr ganz so neuen Arbeit machte es erforderlich.

Der Ausweis fand sich noch in Reichweite des Rechners. Aber sich ins Konto einloggen: ging nicht mehr, weil ich das Passwort nicht mehr wußte. Und auch keine Email-Adresse bei meinem Konto im System hinterlegt war.

Ein Anruf bei der Leihstelle brachte mich der Lösung des Problems näher. Ich bekam postwendend per E-Mail ein neues vorübergehendes Passwort, das ich beim ersten Einloggen ändern musste. Zudem sollte ich den Nachweis erbringen, dass ich weiterhin beitragsfrei bleiben dürfe., was man als Landesbediensteter ist. Und: beim nächsten Mal körperlichen Anwesenheit solle ich meinen neuen Ausweis in Empfang nehmen.

Einloggen konnte ich mich danach, Bücher bestellen auch, in den Datenbanken recherchieren ebenfalls.

Erlebnisse mit dem Handwerk

Zugegeben: wir haben unseren Gasbrenner über mehrere Jahre nicht warten lassen.

Als ich nun Handwerker A anrief, ihm dies schilderte und um einen Termin bat, an dem er die Wartung übernehmen würde, lehnte er ab: das sei ihm zuviel Stress, er würde so was nicht mehr machen, hinterher würden sich die Kunden dann beklagen, über die Kosten, usw.,usw. Danke, das war’s.

Handwerker B, angerufen  am Montagmorgen, hatte am selben Tag noch um 14.00 Uhr Zeit, kam pünktlich, wäre fast wieder weggefahren, weil er die Hausnummer nicht fand. Sah sich die Sache an, meinte trocke, es lohne sich, erklärte anhand verschiedener Teile, weshalb zu langes Warten mit der Wartung ungünstig sei, wechselte aus, besorgte Ersatzteile, war gut gelaunt, kompetent – so stellte er anhand des Pfeifens in der Wasserleitung fest, dass wohl irgendein Ventil nicht mehr funktioniere –  und sehr ausdauernd, und als wir dann später die Dusche nutzten, wußten wir anhand des stärkeren Strahls: der Mann hat gut gearbeitet.

 

 

Aus den Fugen

In den USA wird einer Präsidentschaftskandidat, der mit der Wahrheit und vielen anderen Dingen des menschlichen Anstands auf Kriegsfuß steht, dessen „Rezepte“ so simpel wie untauglich sind – schade, dass Walter Ulbricht und Erich Honecker nicht mehr leben, die könnten was zum Erfolgsmodell „Mauerbau“ sagen.

 

Jetzt weiß ich wieder,

was an den isländischen Fußballspielern noch so anders ist: der völlig Verzicht auf Schauspielerei, keine Schwalben, kein halb-totes Dahinsinken auf den Rasen, nachdem man vom Gegner nicht berührt wurde, kaum Proteste gegen Schiedsrichterentscheidungen, keine unnötige Verzögerung oder absichtsvolles den-Ball-unters-Tribünendach-Schlagen.

Das fand ich bemerkenswert und vorbildhaft, dass ihnen so alles divenhafte völlig abging.

Und deswegen mag ich auch Thomas Müller, weil den, wie im Italien-Spiel gesehen, so etwas auch auf die Nerven geht. Zu Recht.

Zwei Anrufe in Behörden…

…zwei Welten.

Ich begehrte zu wissen, wie weit ein Vorgang gediehen sei, der mich betrifft.

Beim ersten Anruf wurde ich belehrt, dass ich an der falschen Stelle gelandet sei. Sie sei nicht Sachbearbeiterin, sondern die akakdemische Fachkraft. Und überhaupt, ob denn sicher sei, dass der Antrag (von einer anderen Stelle) schon gestellt worden sei, und woher ich das wissen wolle. Und die Vertretung sei…, aber das könne ich auch aus dem Organigramm ablesen.

Der zweite Anruf: er wisse nicht genau Bescheid, wenn ich einen kurzen Moment warten wolle, könne er die Unterlagen ans Telefon holen, das klappte, dann bekam ich zwar nicht die gewünschte Auskunft, jedoch die Zusage, sich noch schlauer zu machen und mich zurückzurufen. Was dann auch genau so und relativ prompt geschah.