Wirklich erstaunlich

Vergangene Woche war ich montags an meiner Dienststelle, zu einem Vortrag (als Zuhörer). Anschließend nutzte ich den Kopierer, weil ich mich so nebenbei mit einem „wissenschaftlichen“ Thema befasse und etwas zum Wissenstransfer innerhalb der Kollegenschaft beitragen möchte.

Anschließend ging ich Einkaufen, vermißte dabei allerdings den Einkaufszettel. So viel enthielt er nicht, aber ich war mir relativ sicher, dass ich etwas vergessen haben würde.

Am Donnerstag mußte ich dann noch mal an selbigen Kopierer. Und was soll ich sagen: da lag der Einkaufszettel. Er schien selbst dem Reinigungsdienst so substantiell, dass   der sich nicht traute, ihn einfach wegzuwerfen.

Na, klar finde ich das gut,

dass Macron gewonnen hat. Und dann auch noch so deutlich. Und na klar, ist es weniger erfreulich, dass ein Drittel der Wählerinnen und Wähler sich für diese Kreide gefressen habende, rechtsradikale, ausländerfeindliche und illiberale Gegenkandidatin ausgesprochen haben.

Auch unerfreulich: die geringe Wahlbeteiligung. Und die vermutlich große Zahl an ungültigen Stimmen.

Aber noch ist wenig geschafft – bei den Parlamentswahlen kommt es darauf, dass eine verläßliche Mehrheit für Macron ins Parlament einzieht. Und deswegen sind die kommenden Tage und Wochen vorentscheidend.

Ansonsten haben wir 2022 eine wahrscheinliche Präsidentin Le Pen.

Etwas befremdet

In dieser Talkshow, die ich ansonsten schätze, hat der Schauspieler Joachim Meyerhoff ein paar Episoden aus der Schauspielausbildung zum Besten gegeben, assistiert von Til Schweiger. Ok, das sind ja teilweise herausfordernde Aufgaben und Settings. Und natürlich, man kann sich darüber lustig machen, wie man sich über Schule ja auch lustig macht, die Marotten der Lehrkräfte, die Spleens und/oder Streiche der Mitschülerinnen und Mitschüler, und so weiter.

Es scheint so ganz absurd. Aber wozu? Und wie hilft sowas beim Erlernen des Berufs? Die Lehrerinnen und Lehrer werden sich etwas gedacht haben. Wie das auch in den allgemeinbildenden Schulen die Lehrkräfte tun. Aber so entsteht das Bild großer Zumutungen, die irgendwie sinnbefreit den zukünftigen Stars des deutschen Schauspiels aufgenötigt wurden.

http://www.ardmediathek.de/tv/NDR-Talk-Show-classics/Autor-Joachim-Meyerhoff-13-11-2015/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=33031888&documentId=39840728

Botswana

Es gibt Kinofilme, die sind Kunst. Andere Unterhaltung. Manche sind schlecht.

Und dann gibt es Kinofilme, die unterhalten und die uns auch noch etwas über Geschichte oder die menschliche Existenz näherbringen. Ob es gute, künstlerisch wertvolle Filme sind?

Auf jeden Fall hat mir der Film „A United Kingdom“ gut gefallen, weil er mir etwas über dieses unbekannte Land Botswana nahegebracht hat, weil er zudem auch die Rolle Großbritanniens im südlichen Afrika in den 50er Jahren beleuchtet hat, wenngleich nicht völlig erklärt hat.

Und die daraus resultierende Haltung der englische Kolonialverwalter gegenüber den Repäsentanten des Protektorats.  Leider auch ein paar unschöne Wahrheiten über die Wetterwendischkeit der Politik – ein Churchill, der vor der Wahl Anderes versprach als er dann im Amt umsetzte.

Und natürlich vereinfacht, fiktionalisiert der Film. Aber ich weiß nun, wo Botswana liegt und kann mit dem Namen Seretse Khama etwas anfangen.

Verblüfft

Als Beamter habe ich Anspruch auf Beihilfe und ich bin privat krankenversichert.

Das bedeutet: ich bekomme die Arztrechnungen, die ich dann überweise und muss beim „Landesamt für Besoldung und Versorgung “ (LBV) und bei der Krankenkasse die Erstattung der Kosten beantragen. Die dann zumiest zu 100% übernommen werden.

Das Verblüffende ist: beim LBV dauerte die Abrechnung unlängst 5 Tage, bei der Krankenversicherung dauert es noch.

Und: bei der Krankenversicherung kann ich nur über Smartphone mit iOS oder Android die Anträge und Belege digital einreiche, nicht jedoch über den Rechner oder Smartphones mit Windows-Betriebssystem. Eine merkwürdige Politik.

Das LBV hat hingegen die Möglichkeit geschaffen, über das Einscannen auf jedem Rechner die Abrechnung digital einzureichen.  Das erleichtert das Abrechnen ungemein.

 

Ein Buch

Vor einiger Zeit habe ich mich, nachdem ich den Autor in einer Fernseh-Talkshow gesehen hatte, dazu hinreißen lassen, zwei Bücher von Joachim Meyerhoff (online, jedoch bei einer regionalen Buchhandlung) zu bestellen.

Voll Vorfreude und mit einigem Amüsement begann ich zu lesen.

Und tatsächlich: die Erlebnisse des jungen Joachim entsprachen dem, wie das Buch angekündigt war: voller skurriler Situationen, die irgendwie ein Scheitern, eine Niederlage, ein Mißgeschick beschrieben, das dem jungen Protagonisten widerfuhr.

Doch, oh Graus: beim Wechsel von Seite 32 auf 33 des Werks „Alle Toten fliegen hoch“ endete der Spaß:

Seite 32 unten: „Eine halbe Stunde später war ich beim ersten H., dem Hauptbahnhof. Ein Freund hatte mir erzählt, dass man“

Seite 33 oben:

„Anfangsbuchstaben. Die berüchtigte geschlossene Abteilung „K-Oben“ machte alle geschriebenen K-Wörter mit diesem „K-Oben“ sehr gefährlich.“

Ein verwirrender Übergang. Noch verwirrender wurde es jedoch, als ich mal Band I und II verglich. Da tauchten teilweise dieselben Kapitel auf. Mit denselben Episoden. Und irgendwann später dann im Buch von Seite 64 auf 65 (oder so): ein erneuter, höchst befremdlicher Übergang.

Entnervt legte ich den Band I weg, beschwerte mich beim Buchhändler, bekam schnelle Antwort, und warte jetzt, nach einem etwas umständlichen Verfahren (der Betrag für das falsch geheftete Buch würde mir gut geschrieben, dann musste ich neu bestellen, der  Betrag für das neue, hoffentlich jetzt richtig montierte Buch würde wieder abgebucht) auf das makellose Exemplar eines hoffentlich bruchlos lesbaren Buchs.

Oder ob das zum Gesamtpaket bei Werken von Joachim Meyerhoff dazugehört?

Erlebnisse mit dem Handwerk

Zugegeben: wir haben unseren Gasbrenner über mehrere Jahre nicht warten lassen.

Als ich nun Handwerker A anrief, ihm dies schilderte und um einen Termin bat, an dem er die Wartung übernehmen würde, lehnte er ab: das sei ihm zuviel Stress, er würde so was nicht mehr machen, hinterher würden sich die Kunden dann beklagen, über die Kosten, usw.,usw. Danke, das war’s.

Handwerker B, angerufen  am Montagmorgen, hatte am selben Tag noch um 14.00 Uhr Zeit, kam pünktlich, wäre fast wieder weggefahren, weil er die Hausnummer nicht fand. Sah sich die Sache an, meinte trocke, es lohne sich, erklärte anhand verschiedener Teile, weshalb zu langes Warten mit der Wartung ungünstig sei, wechselte aus, besorgte Ersatzteile, war gut gelaunt, kompetent – so stellte er anhand des Pfeifens in der Wasserleitung fest, dass wohl irgendein Ventil nicht mehr funktioniere –  und sehr ausdauernd, und als wir dann später die Dusche nutzten, wußten wir anhand des stärkeren Strahls: der Mann hat gut gearbeitet.