Liebe DHL,

nun habt Ihr mir schon etliche Male pünktlich und  unversehrt Waren zugestellt.

Irgend etwas bei der jetzt anstehenden Lieferung läuft jedoch grundsätzlich daneben.

Erstens wurde die Ware schon einmal falsch verladen, weshalb die Auslieferung sich verzögerte. Dann erhielt ich eine postalische Mitteilung, wonach an einem Tag ausgeliefert werden sollte, an dem niemand zuhause sein würde. Schade, dass Eure Telefone nicht sehr lange nachmittags besetzt sind, so konnte ich den Termin nicht telefonisch absagen. Schade auch, dass offenbar niemand Emails liest, denn eine solche habe ich abgeschickt, auf die Reaktion warte ich heute noch.

Dann wurde ausgeliefert, sogar mit telefonischer Ankündigung. Aber es war niemand da. Also erhielt ich eine Mitteilung im Briefkasten. Als ich es dann telefonisch versuchte, mit Euch in Kontakt zu treten, waren 3 von 4 Nummern nicht besetzt. Über die 4. konnte ich einen Termin vereinbaren. Allein, zu diesem Termin kam niemand. Es unterblieb auch eine fernmündliche Unterrichtung.  Eine zweite Mail blieb ebenfalls beantwortet. ein Anrufbeantworter verwies mich auf eine Nummer, die länger besetzt sein sollte. Diese war jedoch nicht besetzt.

Ach, wie schön wäre es , bei diesem Wetter, wenn Ihr den bestellten und bezahlten Sonnenschirm demnächst hier abliefern würdet. Die Chancen habe sich jedoch wieder verschlechtert. Ab kommender Woche sind wir seltener zuhause anzutreffen.

Man möchte fast hoffen, der Sommer endete bald, und ein Sonnenschirm wäre entbehrlich.

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5 Gründe für das Friaul

  1. Das Essen – wunderbarer Fisch allenthalben.
  2. Geschichte – sie waren alle dort, die Römer, die Langobarden und haben ihre Spuren hinterlassen.
  3. Die Mischung aus Habsburg und Italien, mit dem teilweisen morbiden Charme, der in Triest sichtbar ist. Dem auch James Joyce erlegen war.
  4. Ach, ja: James Joyce in Triest, ein kleines Museum mit einem instruktiven Video über seine Zeit dort, dieses Leben am Rande der materiallen Existenz, von einem Domizil zum nächsten, von einem mehr oder minder schlecht bezahlten Job zum nächsten – kaum auszuhalten.
  5. Der Wein, mit Reben, die hierzulande unbekannt sind. Schon mal was von Schiopettino gehört?

„Der Brandschutz habe den Bereich des Irdischen verlassen.“

So wird ein Unternehmer aus dem Schwäbischen zitiert, der ansonsten auch für seine Gottesfürchtigkeit bekannt ist.

Und wie recht der Mann hat.

Wenn man in einer Schulmensa die genehmigte Anordnung von Tischen und Stühlen nur unter Auflagen verändern darf und diese wieder genehmigen lassen muss, dann killt das Initiative und Atmosphäre. Wenn Vorhänge nur bedingt aufgehängt werden dürfen, weil sie ja in Flammen geraten könnten, dann verhindert das, dass eine gewünschte Atmosphäre entstehen kann.

Ach, ich könnte noch viele andere Situationen aufzählen, die davon tangiert werden.

Ich verstehe, dass man Brände und Brandkatastrophen verhindern will. Jedoch haben wir auf diesem Feld eine solch hohe Regelungsdichte und Gründlichkeit entwickelt, dass es schon wieder ins Groteske umkippt.

Liebe Stuttgarter Zeitung

und angeschlossene Logistikunternehmen!

In welchem Jahrhundert leben Sie eigentlich, dass Sie es fertigbringen, einer Kundin eine reklamierte, weil nicht zugestellte Ausgabe der Zeitung mit einem Streifband und der Anrede „Fräulein“ zuzuschicken?

Ist an Ihnen und dem beauftragten Logistikunternehmen vorbeigegangen, dass dies eine diskriminierende Anrede ist?

Und was heißt es für den Geist des Hauses, wenn so etwas das Haus verlässt? Ist es ein Einzelfall oder tägliche Übung?

Ich erwarte keine Antworten. Wollte es aber auf jeden Fall gesagt haben: so geht es nicht.

Mit freundlichem Gruß

 

 

 

 

 

Der Ton macht’s

Die Besitzer des Altenwohnheims haben gewechselt und eine Hausverwaltung beauftragt. Deren erste Handlung: Schreiben zur Mieterhöhung zu versenden, die sich natürlich im gesetzlichen Rahmen bewegt.

Allerdings machen sie einen Fehler: auf der Einverständniserklärung haben Sie in der Vorlage das Datum aus einem früheren Formular stehen lassen. Dann wäre nicht zum 1.6.2018, sondern rückwirkend zum 1.2.2017 das Einverständnis zur Mieterhöhung  erteilt worden. Nun ist das bemerkt und kritisiert worden.

Daraufhin gab es ein neues Schreiben. „…Beim Erstellen…..ist uns leider ein Fehler unterlaufen.“ Warum leider? Weil man ein zweites Schreiben versenden muss? Weil man solch einen Fehler eigentlich nicht macht, und etwas dumm gegenüber dem Eigentümer dasteht? Oder weil man den älteren Herrschaften da etwas Unmögliches zugemutet hat hat? Wir wissen es nicht. Aber da es auch keine Bitte um Entschuldigung gibt, darf man annehmen, man hat die ersten beiden Motive eher im Blick.

Denn das Schreiben beeilt sich fortzufahren: „Die Wirkung des Mieterhöungsverlangens besteht jedoch weiterhin, eine Einhaltung der Frist ist gewährleistet,…..“.

Na, dann ist ja alles in bester Ordnung. Nicht wahr?

Und außerdem, für den ahnungslosen Laien: das Formular sei auch keine Pflicht bei Mieterhöhungen, sondern lediglich eine Vereinfachung für Sie als Mieter. Worin die Vereinfachung besteht? Man weiß es nicht. (Unnötig hinzuzufügen: auch Mieterinnen werden als Mieter angeschrieben, soviel sprachliche Sorgfalt wäre denn doch des Guten zuviel gewesen.)

Hauptsache: die Einhaltung der Frist ist gewährleistet.

 

2 kleine Lektionen in Marktwirtschaft

Der Preis für eine Fahrt mit den Ausflugschiff beträgt normalerweise 17,50€. Es heißt auch, das Schiff starte erst ab einer Anzahl von 10 Passagieren.

Nun sitzen erst 4 Personen an Deck. Da beschließt der Kapitän: ich fahre, wenn Sie 25 € bezahlen. Man willigt ein.

Zum Glück betreten 2 weitere Personen das Schiff, was eine sofortige Preissenkung auf 20 € pro Person nach sich zieht.

In einem Bekleidungsgeschäft wird einem vom Kauf eines Pullis dringend abgeraten, er koste 59 €. Kaufe man jedoch 3 Pullis derselben Machart, kosteten sie zusammen nur noch 79 €.